Pressemitteilung:

  • 09. Dezember 2011

Krefeld Helau - Landtag Helau: Krefelder Karnevalsvereine zu Besuch im Parlament


Im bereits weihnachtlich geschmückten Düsseldorfer Landtag hieß es gestern „Krefeld Helau“. Auf Einladung des Krefelder Landtagsabgeordneten Uli Hahnen waren zur gestrigen Plenarsitzung Vertreter des Krefelder Karnevals zu Besuch im Landtag. Neben dem amtierenden Prinzenpaar, Tobias I. und Nina I. samt Ministerriege und den beiden Prinzenpaare der vorausgegangenen Sessionen, Manfred und Beate Rundholz sowie Christian und Ursula Kölker, konnte Uli Hahnen weitere Abgesandte des Krefelder Karnevals begrüßen.

Vor einem Gespräch mit dem SPD-Politiker konnten die Krefelder Jecken die Aktuelle Stunde der Landtagssitzung - in der es um die beabsichtigten über 150 Atommülltransporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus ging - verfolgen. Ein ernstes Thema für die Karnevalisten, wie sich auch im Gespräch mit Uli Hahnen zeigte. Hahnen machte deutlich, dass der Bund eine für NRW teure, riskante und überflüssige Irrfahrt von 300.000 hochradioaktiven Brennelementekugeln durch unser Land - vermutlich auch durch Krefeld - plane. „Die Castor-Transporte würden massive Polizeieinsätze erfordern. Die Menschen entlang der Strecke akzeptieren dies zu Recht nicht. Dabei gibt es mit der Fortführung des bisherigen Zwischenlagers in Jülich, das entsprechend ertüchtigt werden sollte, nach wie vor eine verantwortbare Alternative“, sagte der Abgeordnete im Gespräch mit seinen Gästen. Einig war man sich darin, dass die Problematik langfristig mit einem atomaren Endlager gelöst werden muss.

Abseits dieser ernsten Thematik fand sich aber auch Zeit, über den karnevalistischen Brauchtum des Parlamentsbetriebs im Landtag zu sprechen. Hahnen berichtete, dass die sonst übliche Anrede zu Beginn einer Plenarrede - „Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen -, in der Hochzeit des Karnevals insbesondere von den Kölner Abgeordneten - egal welcher politischen Couleur - nicht selten dahingehend abgeändert wird, dass die Anrede dann „Alaaf Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen“ lautet. Bleibt abzuwarten, ob Uli Hahnen im kommenden Jahr mit den Worten „Helau Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen“ an das Rednerpult des Plenarsaals treten wird.