Meldung:

  • 24. Januar 2012

Thyssen Krupp Verkauf: Industriemuseen haben wir genug in NRW


SPD-Landtagsabgeordneter Uli Hahnen, Landesarbeitsminister Guntram Schneider, stellv. Betriebsratsvorsitzender Norbert Kalwa und Betriebsratsvorsitzender Bernd Kalwa (v.r.n.l.)


Als Reaktion auf den angekündigten Verkauf der Edelstahlsparte von Thyssen Krupp an den finnischen Konzern Outokumpu legten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns am Montag ihre Arbeit nieder und traten in den Warnstreik.

Krefelds Landtagsabgeordneter Uli Hahnen (SPD) sprach ebenso zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, wie Landesarbeitsminister Guntram Schneider (SPD). Er war von Uli Hahnen vor längerer Zeit zum Besuch des Thyssen Werkes eingeladen worden und solidarisierte sich ebenso wie Hahnen mit den Zielen der Thyssenbelegschaft. „Die Ankündigung des Verkaufs der Edelstahlsparte musste schon im letzten Jahr hingenommen werden. Die seitens des Vorstandsvorsitzenden Hiesinger vertraglich zugesagten Konditionen müssen nun auch eingehalten werden. Industriemuseen haben wir genug in NRW. In Krefeld brauchen wir keines“, sagte Hahnen zu den Beschäftigten.

Beide SPD-Politiker sprachen ihre uneingeschränkte Solidarität aus und werden sich für den Erhalt des Krefelder Standortes einsetzen. Hahnen forderte Hiesinger in einem Schreiben dazu auf, seine Zusagen einzuhalten und dafür zu sorgen, dass

1. keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgen,
2. die Entscheidung des Umzugs des Werkes Düsseldorf-Benrath nach Krefeld mit einem Investitionsvolumen von rund 248 Millionen Euro beibehalten wird,
3. die „Flüssigphase“ am Standort Krefeld beibehalten wird,
4. die Hauptverwaltung Nirosta in Krefeld beibehalten wird und
5. keine Ausgliederungen erfolgen.


Weitere Bilder vom Warnstreik finden Sie hier.