Statement:

  • 26. Januar 2012

Solidaritätsadresse zur Kundgebung der Beschäftigten von ThyssenKrupp in Krefeld und Bochum


Liebe Beschäftigte von ThyssenKrupp,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich sende Ihnen und Euch solidarische Grüße für die Kundgebung in Bochum. Leider kann ich aufgrund von Landtagsterminen nicht persönlich anwesend sein, im gewerkschaftlichen Kampf stehe ich aber an Ihrer und Eurer Seite.

Offensichtlich forciert die Konzernleitung der ThyssenKrupp AG den Verkauf seiner Edelstahlsparte an den finnischen Konzern Outokumpu. Am Montag gab es einen Warnstreik, bei dem Landesarbeitsminister Guntram Schneider und ich Ihnen und Euch uneingeschränkte Solidarität ausgesprochen haben.

Der Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp AG hat im Falle eines Verkaufs der Edelstahlsparte an einen Mitbewerber vertraglich zugesichert, dass die Arbeitsplätze an den Standorten Krefeld und Bochum erhalten bleiben. Dies muss Bestand haben! Eine Verlagerung der Arbeitsplätze von Krefeld und Bochum nach Finnland kommt schon alleine aufgrund der vertraglich fixierten Zusicherung von Herrn Dr. Hiesinger nicht infrage.

Ich unterstütze gemeinsam mit den Genossinnen und Genossen aus Krefeld die Forderungen des Betriebsrates und der IG Metall, dass

1. keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgen,
2. die Entscheidung des Umzugs des Werkes Düsseldorf-Benrath nach Krefeld mit einem Investitionsvolumen von rund 248 Millionen Euro beibehalten wird,
3. die „Flüssigphase“ am Standort Krefeld beibehalten wird,
4. die Hauptverwaltung Nirosta in Krefeld beibehalten wird und
5. keine Ausgliederungen erfolgen.

Herrn Dr. Hiesinger habe ich schriftlich dazu aufgefordert, die genannten Forderungen bei allen Verhandlungen mit Outokumpu und anderen Kaufinteressenten als Grundvoraussetzung anzuwenden.

Ich wünsche Ihnen und Euch viel Mut und Widerständigkeit in der Auseinandersetzung und seid versichert: ich stehe an Ihrer und Eurer Seite! In diesem Sinne: Packen wir es an, hier und heute und in Zukunft!

Eurer

Uli Hahnen, MdL und Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion