Pressemitteilung:
Verkauf von Kunstwerken: Ausgemachter Blödsinn!
Die Idee von FDP-Chef Heitmann, städtische Kunstwerke durch die SWK kaufen zu lassen um damit den Haushalt zu sanieren, kommt bei der Krefelder SPD ganz schlecht an. Uli Hahnen, SPD Fraktionsvorsitzender und Aufsichtsratschef der SWK, vermutet, dass Heitmann einen ganz schlechten Tag hatte, als er auf diese Idee gekommen ist. „Ich empfehle immer zunächst den Kopf und dann den Kehlkopf einzuschalten. Wäre Herr Heitmann bei dieser Reihenfolge geblieben, hätte er uns eine törichte Diskussion erspart“.Uli Hahnen spricht von einem ausgemachten Kollateralschaden, der mit solchen Überlegungen angerichtet wird. „Die Stadtwerke Krefeld bewegen sich in einem sehr empfindlichen Markt. Eine Diskussion, die SWK habe Millionen Spielgeld auf der Kante um Kunst zu kaufen, aber andererseits bleiben die Preise nicht stabil, treibt unsere Kunden aus Verärgerung in die Arme anderer Anbieter“. Wer so etwas in die Welt setzen würde, entgegen jeglicher Realität, schade massiv den Interessen von Stadtwerken und letztendlich auch der Stadt.
Gleichzeitig würde Krefeld in der internationalen Kunstszene wieder für negative Schlagzeilen sorgen. „Ich dachte aus Schaden wird man klug. Aber auch darauf ist offensichtlich in Krefeld kein Verlass mehr“. Jetzt, wo sich in Krefeld langsam wieder durchgesetzt hätte, welch wunderbare Sammlungen es in Krefelder Museen gäbe, die es zu erhalten und zu pflegen gilt, würde das alles wieder in Frage gestellt. „Wer mit dem Verkauf an städtische Töchter anfängt, wird im nächsten Schritt auch nicht vor dem Verkauf an Dritte haltmachen. Deswegen wird es mit der Krefelder SPD keinen Verkauf geben. Auch nicht an die Stadtwerke“.
SPD kritisiert halbgare Dementis
Verwundert zeigt sich Uli Hahnen über die „halbgaren Dementis“, die aus den Stadtwerken und dem Rathaus zu diesem Vorschlag gekommen wären. So müsse man den Eindruck bekommen, Vorstandschef und Oberbürgermeister könnten dieser Idee viel Positives abgewinnen. „Ich hätte mir eine eindeutige Stellungnahme gewünscht, damit diese Diskussion sofort im Keim erstickt wird. Diese Chance ist jetzt vertan, zum Schaden der Stadt.“
Entscheidung zum Sozialticket bekommt neue Dimension
Dass ausgerechnet diejenigen, die sich vor wenigen Wochen noch gegen das Sozialticket ausgesprochen hätten, weil die Stadtwerke ein finanzielles Risiko eingehen würde, sich jetzt für einen Millionenkunstkauf durch die SWK aussprechen, sei beschämend. „Für einen Kunstkauf soll Geld zur Verfügung gestellt werden, aber für das Sozialticket ist kein Geld vorhanden? Das ist nicht die soziale Stadt, wie ich sie mir vorstelle“.

