Pressemitteilung:

  • 17. November 2011

Holdingsitz Inoxum: Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen!


Auf die Entscheidung, den Holdingsitz der neuen Thyssen-Stahlsparte nach Duisburg zu legen, reagiert die Krefelder SPD. „Wir hoffen sehr, dass das letzte Wort bei dieser Entscheidung noch nicht gefallen ist. Denn Produktion und Verwaltung gehören in eine Stadt. Wenn es allerdings dabei bleiben sollte, muss die Frage erlaubt sein, ob Krefeld überhaupt eine echte Chance bei der Vergabe hatte“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende, Uli Hahnen, MdL. Er sei sehr interessiert daran, zu erfahren, welche konkreten Gründe gegen Krefeld gesprochen hätten. „Wenn es keine sachfremden Gründe waren, müssen wir aus solchen Entscheidungen lernen und uns fragen, wo wir besser werden müssen“.

In diesem Fall sei ihm allerdings von allen städtischen Stellen und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft signalisiert worden, dass der Firma ThyssenKrupp mehrere interessante Immobilien angeboten worden seien. „Krefeld hat ein großes Interesse nicht nur Produktionsstandort, sondern auch Verwaltungsstandort des größten Edelstahlerzeugers der Welt zu sein. Deshalb bin ich sicher, dass an diesem Thema mit Hochdruck und mit den passenden Lösungen gearbeitet worden ist“.

Die vom Vorstand genannten Gründe sind für Uli Hahnen nur schwer nachvollziehbar. Als einen Grund bezeichnet ThyssenKrupp die Tatsache, dass im Duisburger Innenhafen eine Immobilie drei Monate früher hätte bezogen werden können als in Krefeld. „Zeit ist immer ein Argument. Aber ob ausgerechnet drei Monate der Grund dafür sind, dass eine solch symbolträchtige Ansiedlung scheitern muss. Denn offensichtlich hat es ja eine passende und repräsentative Immobilie in Krefeld gegeben“.

Vorstand kommt aus Krefeld

Als einen weiteren Grund wird die große Anzahl von Mitarbeitern genannt, die aus dem Raum Essen/Mühlheim kommen. Für die sei Duisburg besser zu erreichen. „Das kann ich natürlich nicht beurteilen. Wenn es allerdings unter der Mitarbeiterschaft ein ähnliches Verhältnis gibt wie im Vorstand, dann würde vieles für Krefeld sprechen“. Uli Hahnen hat sich in der Vergangenheit immer sehr darüber gefreut, dass die Hälfte des Holdingvorstands von ThyssenKrupp bzw. Inoxum in Krefeld wohnt. „Dort sind neben dem Vorsitzenden des Vorstands, Carsten Iller als Verberger, auch Fischelner und Forstwalder vertreten“.

Uli Hahnen betont, dass er den Betriebsrat in seinem Ansinnen unterstützt, diese Entscheidung rückgängig zu machen. „Wir wollen noch nicht aufgeben. Auch wenn es nur noch eine kleine Chance geben sollte, stehen wir weiter bereit. Wir wollen dafür kämpfen, dass der Holdingsitz von Inoxum dahin kommt, wo er hingehört – und das kann nur Krefeld sein“.